|
BD Contest Report 2007
Kontest 'Bellydancer of the world 2007' in Duisburg - 22.11.07
Text: Khalida aus Belgien, Gewinnerin 1. Platz Kategorie Solo ? Klassisch orientalisch/ Raks Sharki (Hauptkategorie) und 3. Platz Solo - Fusion/Fantasy
Festival in Duisburg
Ende November 2007 war Duisburg bereits zum 15. Mal Austragungsort der Orientalischen Festivals Europas, organisiert von Leyla Jouvana und Roland.
Die Star-Gäste dieses Jahr waren Aziza (Kanada), Sharon Kihara (Tribalqueen BDSS USA), Hind (Morocco), Magdy el Leisy (Kairo/BRD), Maria Shazadi (No. 1 in Mexiko City), Schachlo (Usbekistan), Leyla Jouvana & Roland und viele andere.
Dr. Mo Gedawwi war ebenfalls zu Gast als Workshopdozent während des Festivals.
Der Kontest
Wie in den Vorjahren gab es ein volles Programm: 10 Tage Workshops, 5 Shows, 2 Tage Messe, Matineeprogramm usw. Das Festival begann in diesem Jahr erstmalig mit einem internationalen Wettbewerb Namens "Contest Bellydancer of the World?.
Die Jury/Wertungsrichter waren Aziza , Magdy El Leisy, Schachlo, Maria Shazadi, Leyla Jouvana und Hind. Leyla wurde vertreten von Maria Shazadi, wenn ihre eigenen Gruppen/ Kursteilnehmer an der Reihe waren.
Das Festival hatte mehr als 4,500 Besucher aus verschiedenen Ländern. Auch ich, mein Partner und einige Freunde aus Belgien und den Niederländen gehörten dazu.
Eine persönliche Bemerkung: Ich habe vorher eine Weile gezweifelt, ob ich mich einschreiben sollte oder nicht für diesen Wettbewerb, aber habe mich am Ende doch entschieden, mitzumachen. Wenn man sich ein Ziel wie dieses steckt, ist man automatisch motiviert, viel konzentrierter und zielgerichteter zu trainieren, und das verbessert schon den Tanz. Was mich weiterhin bewegt hat, war das die Jury sich aus einem Teil der Gastlehrer/Lehrerinnen zusammensetzte, so dass wir nachher während der Workshops um persönliches Feedback bitten könnten.
Tag 1 - Freitag, Workshop mit Aziza
Wir (Monique, eine Freundin aus Holland, und ich) waren bereits einen Tag vor Beginn des Wettbewerbs nach Duisburg angereist und haben abends an Azizas Schleierworkshop in Leyla Jouvana?s Studio teilgenommen. Aziza war großartig wie immer. Sie ist eine tolle Lehrerin mit viel Leidenschaft für den orientalischen Tanz. Sie unterrichtet mit großer Begeisterung und persönlichem Einsatz. Jedes Mal staune ich über die schönen Posen und Schleiertricks, die sie erfindet.
Leyla und Magdy
Wir sprachen nach dem Workshop kurz mit Leyla Jouvana. Sie hatte wochenlang Tag und Nacht gearbeitet und betreute dennoch während der Workshops alle Teilnehmer und Gäste persönlich, während sie gleichzeitig mit der Organisation des Festivals beschäftigt war. Ich bewundere ihre Arbeit und die enorme Mühe, die sie sich jedes Jahr gibt, um das Festival zu einem Erfolg zu führen.
Wir fanden Magdy el Leisy im Studio und fragten ihn schnell, ob wir auch mit ihm ein Foto machen dürfen.
Tag 2 - Samstag, der Contest
So.. Also.. Nach monatelanger Vorbereitung war es endlich soweit.. Contest-Zeit! Ich hatte mich angemeldet für 2 Kategorien: Solo Fusion/ Fantasy und Solo klassisch Orientalisch/ Raks Sharki. Der Wettbewerb fand statt in der Glückaufhalle in Duisburg-Homberg. Es gab einen großen Bazar am Eingang und eine große Bühne an der andere Seite der Halle. Das Publikum saß direkt vor der Bühne und die Jury befand sich auf einer erhöhten Plattform hinter dem Publikum.
The Die Show begann mit kurzen Soloauftritten von der Jury/Star-Gäste. Es war wunderbar, diesen sehr unterschiedlichen Tänzern und Tänzerinnen beim Tanzen zuschauen zu dürfen.
Solo Fusion/Fantasy
Nach der Show gab es eine kurze Pause und wenige Minuten später fing der Wettbewerb richtig an. Alles klappte reibungslos und wir bewunderten die sehr gute Organisation und wie man sich positiv um jeden einzelnen Teilnehmer gekümmert hatte. Für der Kategorie Solo Fusion/Fantasy hatte ich einen Tanz mit Isis Wings und Bodentanz vorbereitet. Das Publikum war super und der Tanz war gut gelungen, aber bei der anschließenden Trommelsolo Improvisation war ich ziemlich nervös.
Während der Tanzpausen habe ich einigen wenigen Teilnehmer(inne)n zuschauen können, und was ich gesehen habe, gefiel mir sehr gut. Zum Beispiel Fériel Rodriguez (Fr.) tanzte Argentino-orientalische Fusion und hatte eine tolle Ausstrahlung und Bühnenpräsenz. Ich war auch beeindruckt von der sauberen Technik und den schönen Choreografien von Leyla?s Gruppen.
Sie haben beim Wettbewerb einige Preise gewonnen (Fantasy und Fusion für Gruppen und Formationen) und waren beim Publikum sehr beliebt.
My first award
Nachdem die Solisten für Fusion ihre Trommelsolos getanzt hatten, begab ich mich geschwind in die Umkleiden zum Kostümwechsel für die nächste Kategorie.
Bevor die klassisch Oriental/Raks Sharki Solos anfingen, mussten die Tänzerinnen der Kategorie Fusion/Fantasy aber noch zusammen Backstage warten auf die Ansage der Gewinner. Die Stimmung war positiv, man freute sich für einander und bewunderte die Kostüme.
Zur Siegerehrung mussten wir uns auf der Bühne aufstellen. Nachdem wir endlich verstanden hatten, welche Position jede Tänzerin auf der Bühne einnehmen musste, rief Leyla meinen Namen über die Lautsprecheranlage, unmittelbar gefolgt von ?dritter Platz Kategorie Fusion/Fantasy?. Für einen Moment war ich mir nicht sicher, ob ich es richtig verstanden hatte. Aber dann sah ich plötzlich, wie meine Freunde hinten aufsprangen und mir wurde klar: Ich hatte einen Titel gewonnen. Hurrah!
Solo Classical/Raks Sharki
Der erste Platz für diese Kategorie ging an Fériel Rodriguez aus Frankreich und der zweite Platz an Manon Garin, ebenfalls aus Frankreich. Dann begonnen die Tänze in der Kategorie Classic oriental/Raks Sharki. Beflügelt durch der Gewinn des 3. Platzes tanzte ich mit mehr Selbstvertrauen und Ruhe. Auch in dieser Kategorie mussten wir zu einem Trommelsolo improvisieren. Es gelang mir jetzt besser, ich fühlte ich mich deutlich wohler, konnte mit der Musik ?spielen? und fand den Kontakt zum Publikum.
Einige Minuten später warteten die Tänzerinnen der Hauptkategorie zusammen auf der Bühne auf die Ansage der Gewinner. Der dritte Platz ging an Suleyha-Munhira und der zweite Platz an Caroline Lemm. Der erste Platz ging an mich und darüber, das kann ich sagen, habe ich mich gefreut.
Magdy und Aziza zeigten keine Müdigkeit trotz des langen Tages und gaben eine kurze Darbietung ihres Könnens auf dem Jurytisch bevor sie zu den Tänzerinnen auf die Bühne kamen und uns gratulierten.
Danke Leyla und Roland
Ein großes Kompliment möchte ich Leyla, Roland und ihrem Team aussprechen, die es geschafft haben, dieses große Ereignis glatt und ohne Pausen und Pannen über die Bühne zu bringen.
Ein Lob auch an die unermüdliche Jury und an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer deren Fairness und sportliche Einstellung diesen Wettbewerb zu einen positiven Erlebnis machten.
........................................................................................................................................
Hier einige Presse-Artikel zum 14. Orientalischen Tanzfestival Europas
Alles dreht sich um den Bauch
Ästhetik in Vollendung: Ein Schleiertanz beim "14. Orientalischen Festival Europas" in der Rheinhausen-Halle. Von Nadja Kremser
Etwas verwirrt waren die 600 Besucher in der ausverkauften Rheinhausen-Halle am Samstagabend, als ein Pärchen in Dirndl und Lederhose die Bühne zu bayerischer Folklore betrat. Doch es war nur eine von vielen komödiantischen Einlagen des Moderatorenpärchens Louis und Seetha.
Auf dem Programm standen fast vier Stunden orientalischer Tanz bei der Show-Gala des "14. Orientalischen Festival Europas", organisiert von der Duisburger Tanzlehrerin Leyla Jouvana. Das Festival vergrößert sich ständig. Zehn Tage dauerte es in diesem Jahr und mit 4000 Tanzfreunden konnten die Veranstalter einen neuen Besucherrekord verzeichnen. Das Duisburger Festival gilt als das größte orientalische Tanzfestival in Europa. Und seinem guten Ruf machte es mit der Abend-Gala alle Ehre.
Einzeltänzer und Gruppen zeigten die gesamte Bandbreite des orientalischen Tanzes und seine Verknüpfung zu anderen Tänzen wie Flamenco, Tango, Rumba oder afrikanischen Rhythmen. Stars der Bauchtanz-Szene aus den USA, Italien, Spanien, Ägypten begeisterten das Publikum.
Einen ersten Höhepunkt erreichte der Abend mit dem Schwerttanz von Ava Fleming. Die Amerikanerin kam vor elf Jahren durch eine Bauchtanzshow zum orientalischen Tanz. Mit dem Accessoire eines Schwertes zeigte Ava Fleming Körperbeherrschung in Perfektion.
Samara Hayat aus Spanien, die Jouvana als eine ihrer Lieblingstänzerinnen bezeichnete, zeigte in drei Auftritten die unterschiedlichen Facetten des Bauchtanzes. In die Herzen des Publikums tanzte und drehte sich Bondok. Der charismatische ägyptische Tänzer zeigte traditionelle Tänze.
Leyla Jouvana konnte sich trotz weiterer starker Darbietungen auf ihren Heimvorteil verlassen. Ob sie mit ihrem Ensemble oder nur zu den Trommelrhythmen ihres Ehemannes Roland tanzte, sie riss das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.
WAZ - 04.12.2006 / Lokales / Duisburg –
Im Rausch der Sinne und Farben
Ein Rausch der Farben, Klänge und Bewegungen. In der Rheinhausen-Halle gab es beim zweitägigen 14. Orientalischen Tanz-Festival, organisiert von der Duisburger Tanzschule Leyla Jouvana, auf allen Ebenen geschäftiges Treiben. Tausende strömten durch Foyer und Flure, stöberten an den zahlreichen Ständen und an den Garderobenständern, feierten die Solistinnen und Ensembles bei der Gala auf der großen Bühne.
Auch im Erdgeschoss zeigten Tanzgruppen vielseitige Darbietungen. Die wechselten zwischen freizügig präsentierter nackter Haut mit viel oder wenig Bauch und geheimnisvoll umhüllten Damen in traditioneller Garderobe. So viel Stoff auf einmal blendete auch manches Auge.
Töchter der Schöpfung und des Tanzes
Als "Töchter der Schöpfung, der Musik und des Tanzes" bezeichneten sich die Damen der Tanzgruppe "Benat Kom Ombo", die seit vier Jahren "aus tiefster Seele" angetriebene Weiblichkeit in Bewegungen formen. Leiterin Dunya Zade: "Wir bringen Tänze auf der Straße der Zigeuner von Radjastan bis Spanien." Das klimperte und klirrte - der Hals und Armschmuck dieser zehn teuren Schönheiten soll echter Schmuck aus Afghanistan sein. Ein Halsband aus Alpaka, einer Silberlegierung, wiegt etwa ein Pfund und kostet rund 80 Euro. Ein Bauchgürtel, fein gearbeitet, kann schon 400 Euro kosten.
Dieses Tanzfestival bot neben der von manchem Besucher als köstlich erdrückend empfundenen holden Weiblichkeit aber auch männlicher Tanzlust freie Bahn. Der aktuelle Deutsche Meister des starken Geschlechts im Orientalischen Tanz trat auch auf.
Deutscher Meister entwirft eigene Kostüme
Er entstammt der Schule Leyla Jouvanas: Muhammet Demirci (21) tanzt, seit er acht Jahre alt ist, studiert Mode-Design und entwirft seine Kostüme selbst. Natürlich keine Kleider, sondern "im uniformiertem Stil". Wenn auch der Ursprung des klassischen Orienttanzes der "Hohen Frauenpforte" nicht zu nehmen ist, bekennen sich in den letzten Jahren immer mehr tanzfreudige Männer zu ihrer Leidenschaft. "Es tanzen schon 100 Männer in Deutschland orientalisch."
Demirci baut in seine Vorführungen auch klassische Ballettelemente ein. "Ich tanze und drehe mich auch auf Zehenspitzen." Das zentrale Element, den Bauch, vergisst er nicht. Muhammet hat sich die klassischen Bauchbewegungen wie "Kamel" oder "Kobra" im Sinne des Wortes "einverleibt". Magie der Bewegung im Spiel der Farben. In der Rheinhausen-Halle trumpften viele Stars des orientalischen Tanzes auf. Kraftvoll, sanft, geheimnisvoll und schillernd. Der orientalische Tanz birgt Mysterien der Bewegung.
WAZ - 05.12.2006 / Lokales / Duisburg -
|
|